Unsere diesjährige Veranstaltungswoche startet mit unserer Auftakt-Podiumsdiskussion am 04.Januar und geht bis zum 11.Januar.

Veranstaltungen in Berlin

Samstag, 04. Januar 2014 | 19:00 Uhr
Auftakt-Podiumsdiskussion: „Warum sollten wir gedenken?!“
Kulturfabrik Moabit, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin

Podiumsdiskussion zur Bedeutung und der Zielstellung linken emanzipatorischen Gedenkens mit Ralf Hoffrogge, Karsten Krampitz, Uwe (AutorInnenkollektiv Loukaniko)s, Kristin Witte (Rosa&Karl-Bündnis) und Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen).
Im Anschluss an die Diskussion startet ab 22:00 Uhr am selben Ort die Auftaktparty.

Sonntag, 05. Januar 2014 | 11:00 Uhr
Tagesseminar: Absterbende Festungen“? Einführung in die materialistische Staatskritik
ND-Haus, Franz -Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Seminarraum 7
veranstaltet von Linksjugend [’solid] Berlin

Mit den Bolschewiki und wenig später den sozialdemokratische Parteien erlangten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts linke Bewegungen Regierungsverantwortung – ihre emanzipatorischen Versprechungen konnten sie hierbei nicht einlösen. Auch heute wird von den Kapitalismus-Kritiker_innen von „Occupy“ bis Linkspartei der Staat in Anschlag gebracht. Gegen die „Diktatur der Banken und Konzerne“ soll er retten, was zu retten ist: Sichere Arbeitsplätze, gerechte Löhne, würdige Renten. Der Staat gilt als naturgegebenes, autonomes und übermächtiges Gegenstück zur Ökonomie. Ihn sich anzueignen, die „Festung“ zu erobern oder die „Maschine“ zu bedienen, war und ist das Ziel linker Bewegungen.
Doch Marx hat keine Kritik der Ökonomie entworfen, sondern eine „Kritik der politischen Ökonomie“. [Weiterlesen]

Sonntag, 05. Januar 2014 | 19:00 Uhr
Diskussion: Der Umbruch 1989 – Revolution, Implosion, Konterrevolution?
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalderstr. 4, 10405 Berlin
veranstaltet des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

Bei der Veranstaltung sollen eine Reihe von Fragen zur Diskussion gestellt werden, die dazu beitragen könnten, sich einer ernsthaften historischen Aufarbeitung der Umwälzungen vom Herbst 1989 aus emanzipatorischer Perspektive zu zuwenden. Was war das für ein Prozess, der in der DDR von „der Straße“ ausgelöst wurde und welches Verhältnis hatte die linke Opposition in der DDR dazu? War es eine Revolution oder eine Konterrevolution? Oder ist das SED-Regime von selbst zusammengebrochen und implodiert? Nach welchen Kriterien beurteilen wir dieses historische Ereignis, um ihm gerecht zu werden? War es letztlich ein historischer Fortschritt oder Rückschritt, der im Herbst 1989 in Gang gesetzt worden ist und der in der deutschen Einheit mündete? Oder sind das heute überholte Fragen?

Montag, 06. Januar 2014 | 18.00 Uhr
Buchvorstellung: Volin „Die unbekannte Revolution“
NFJ-Laden, Weichselstr. 13/14, 12045 Berlin

Als 1974 endlich eine deutsche Ausgabe von Volins Vermächtnis Die unbekannte Revolution erschien, wurde dies durch die Lautsprecher der Zeit übertönt. Für die großen politischen Strömungen des linken Antikapitalismus stand damals außer Zweifel, dass der zukünftige Sozialismus nur in der Nachfolge der Bolschewiki siegen könne. Doch spätestens mit der Implosion der Sowjetunion und der Auflösung bzw. Marginalisierung der an diesem Modell orientierten Parteien sind diese Gewissheiten erschüttert. Um die Ursachen des letztlich gescheiterten bolschewistischen Revolutionskonzepts zu begreifen, ist Volins Zeitzeugnis immer noch eine unverzichtbare Quelle. Der russische Revolutionär und Anarchist analysiert hier die Vorgeschichte und den Ablauf der Oktoberrevolution, zerpflückt mit Hilfe von Dokumenten verbreitete Lügen über den Aufstand von Kronstadt und eröffnet den Blick für die kaum bekannten Bauernkämpfe in der Ukraine. Seine Analyse eröffnet einen Zugang zur sozialen Revolution aus dem „Gedächtnis der Besiegten“ und macht begreifbar, warum der Bolschewismus selbst, und nicht erst seine stalinistischen Exzesse, zum Problem der sozialen Emanzipationsbewegungen Russlands und der Ukraine wurde.

Buchvorstellung und Diskussion mit Jochen Gester vom Verlag „Die Buchmacherei“

Dienstag, 07. Januar 2014 | 19:00 Uhr
Workshop : Fragend blicken wir zurück.
Villa Freundschaft, Nordbahnstr. 14, 13359 Berlin, http://villafreundschaft.blogsport.eu/
veranstaltet von SJD – Die Falken

Das Rosa und Karl Bündnis hat sich im letzten Jahr als Alternative zur Liebknecht-Luxemburg-Demonstration gegründet. Grund dafür war neben der Kritik an der Verherrlichung des Realsozialismus in Teilen der Demonstration und den immer wieder missglückten Versuchen einer Intervention innerhalb derselben, auch eine grundlegende Kritik an der Form des Gedenkens der LL-Demo, bei dem ein linker Gegenmythos geschaffen wird um sich mit der Vergangenheit zu identifizieren und somit sich selbst zu legitimieren. Wir wollten gedenken ohne dabei kritiklos zu werden. Doch genau diese grundlegendere Kritik konnten wir im letzten Jahr kaum vermitteln. Der Workshop versucht einerseits unsere Kritik auszuformulieren und andererseits zu beleuchten, wo das Bündnis sein Ziel nicht erreichte und warum.

Mittwoch, 08. Januar 2014 | 19:00 Uhr
Lesung: Zwischen Sozialdemokrat*innen und Bolschewiki
Luise & Karl Kautsky- Haus, Saarstr. 14, 12161 Berlin
veranstaltet von SJD – Die Falken

Eine Lesung von Jörn Schütrumpf aus: „Rosa Luxemburg oder:
Der Preis der Freiheit“
Rosa Luxemburg war einer der ungewöhnlichsten Menschen, die je bei der europäischen Linken mitgetan hat. Die Politikerin, die lieber Botanik studiert hätte, erstrebte eine Gesellschaft, in der jeder Gleichheit in Freiheit und Solidarität als selbstverständlich erleben sollte. Ihre Feinde im gegnerischen Lager ließen sie im Januar 1919 erschlagen. Noch postum verdammten ihre Feinde im eigenen Lager ihre Ansichten über Demokratie und Freiheit, die Rosa Luxemburg als Freiheit der Andersdenkenden verstand, und missbrauchten ihren Namen für die Diktatur.

Mittwoch, 08. Januar 2014 | 20:00 Uhr
Vortrag: Apologie von links – zur Kritik gängiger Krisentheorien
K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86, Berlin-Neukölln
veranstaltet von Internationale KommunistInnen

Ver­an­stal­tung mit Gün­ther Sand­le­ben zur Kri­tik gän­gi­ger Kri­sen­theo­ri­en.
Über die Krise wird viel dis­ku­tiert, Theo­ri­en gibt es reich­lich. Doch wird das Kri­sen­ge­sche­hen wirk­lich er­fasst? Die Er­klä­rungs­wei­sen von der Neo­klas­sik bis hin zum Keyne­sia­nis­mus sind ge­schei­tert. Gilt das auch für linke Kri­sen­theo­ri­en? Die Frage un­ter­sucht Gün­ther Sand­le­ben, Mither­aus­ge­ber des kürz­lich im Neuen ISP-​Ver­lag er­schie­nen Buch „Apo­lo­gie von links“. Sand­le­ben wird dort Bei­trä­ge zur Krise unter an­de­rem von Ernst . Lo­hoff, Nor­bert . Trenk­le und Michal Hein­rich auf den Prüf­stand stel­len.

Donnerstag, 09. Januar 2014 | 19:00 Uhr
Vortrag: „Demokratischer Sozialismus vs. Diktatur d. Proletariats. Ein Streit zw. Wladimir Iljitsch Lenin, Rosa Luxemburg und Karl Kautsky.“
UJZ Karlshorst, Selbstverwaltetes Jugendzentrum, Hönower Straße 30, 10318 Berlin-Lichtenberg, http://ujz-karlshorst.de
veranstaltet von SJD – Die Falken

Referent: Michael Dehmlow
In der revolutionären Phase nach dem 1. Weltkrieg schauten viele Sozialist*innen fasziniert nach Russland. Die dortigen revolutionären Entwicklungen waren auch Gegenstand von Auseinandersetzungen in der deutschen Sozialdemokratie. Welcher Weg sollte eingeschlagen werden und welche Strukturen sollte ein sozialistischer Staat und welchen Charakter soll eine befreite Gesellschaft haben? Es entwickelte sich ein Konflikt zwischen Karl Kautsky und Wladimir Iljitsch Lenin um die Funktion und Rolle einer revolutionären Partei, auch Rosa Luxemburg schaltete sich in die Auseinandersetzung um die Frage nach einem demokratischen Sozialismus oder einer Diktatur des Proletariats ein.
Im Anschluss gibts Kicker, Tischtennis und vegane Vokü.

Freitag, 10. Januar 2014 | 19:00 Uhr
Vortrag: „… dass jeder Satz nicht nur sprach, sondern wie ein Schuss traf.“ (Stalin über Lenin) – Zur Kritik Lenins
Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstraße 28, Berlin, Konferrenzzentrum, Raum 3
veranstaltet von Linksjugend [’solid] Berlin

Vortrag von Raban Witt.
So lange die Linke ihr leninistisches Erbe nicht aufarbeitet, wird sie ihm verhaftet bleiben. Damit läuft sie Gefahr, auch künftige Befreiungsversuche in der Katastrophe enden zu lassen, die sich einmal „real existierender Sozialismus“ nannte. Der Vortrag soll zur Selbstreflexion der Linken beitragen, indem er Lenins Denken in seiner Grundstruktur darstellt und kritisiert. Es soll gezeigt werden, weshalb seine Schriften ihre Gegenstände theoretisch verfehlen und eine fatale Praxis nahelegen, die den Terror gegen (vermeintlich) Abweichende einschließt.

Samstag, 11. Januar 2014 | 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Workshop: „Sozialreform oder Revolution?“. Rosa Luxemburg und die Sozialdemokratie
Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP, Florastraße 84 13187 Berlin
veranstaltet von den Jusos Berlin

Rosa Luxemburgs Auseinandersetzung mit den Revisionist_innen in der Sozialdemokratie machen einen großen Teil ihres Schaffens aus.
Entgegen starker Tendenzen in der SPD betonte sie dabei stets die notwendige Wechselwirkung zwischen sozialen Reformen und revolutionärer Aktion. Wir wollen uns mit Blick auf ihr Leben und ihre Schriften damit auseinandersetzen, inwieweit Rosas Theorie für linke politische Praxis überhaupt noch relevant sein kann. Wie steht es z.B. um das Verhältnis von Reformpolitik und außerparlamentarischer Aktion heute? Sind Rosas Ideen nur im Zusammenhang mit Umbruchssituationen zu verstehen oder lassen sich in der politischen Lage heute Analogien erkennen? Und welche Strategie können wir für uns daraus ableiten? Vorkenntnisse werden nicht erwartet!

Veranstaltungen außerhalb von Berlin

Kritik der marxistisch-leninistischen Organisierung
Dienstag, 07.01.2014 | 18:30 Uhr
linxxnet, Bornaischer Straße 3d, Leipzig
veranstaltet von der Linksjugend Leipzig

Referent: Harry Waibel
Die Suche nach einer radikalen und progressiven linken Praxis muss auch die Kritik linker Geschichte mitdenken und eine Auseinandersetzung mit Organisierungskonzepten der historischer Bewegungen ermöglichen. Der Vortrag soll eine Einführung in die historisch begründete Kritik der marxistisch-leninistischen Ideologie liefern und deren Auswirkungen auf das Modell einer Kommunistischen Partei untersuchen, wie es von Lenin und Trotzki entwickelt und durchgesetzt wurde. Er betrachtet die Ereignisse im Nachgang der Oktoberrevolution, unter Anderem die Zerschlagung des Kronstädter Aufstands sowie die verschiedenen „Säuberungen“ – und stellt dem die Kritik Rosa Luxemburgs am ‚diktatorischen Sozialismus‘ Lenins entgegen.

Mittwoch, 08. Januar 2014 | 20:00 Uhr
Rosa Luxemburg und die Revolution
filler – offenes Jugendbüro der DGB Jugend Erfurt, Schillerstraße 44, 99096 Erfurt
veranstaltet von Falken Thüringen

Vortrag und Diskussion mit Maria-Elisabeth Neuhauss (Falken Jena) und Philipp Schweizer (Falken Erfurt)
Rosa Luxemburg unterrichtete an der Parteischule der SPD Kritik der politischen Ökonomie und war erst Mitbegründerin des Spartakusbundes und später der Kommunistischen Partei Deutschlands. Während unzählige andere Protagonisten der Novemberrevolution wie die Revolutionären Obleute oder die Internationalen Kommunisten aus Bremen heute fast vergessen sind (von den kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeitern ganz zu schweigen), ist sie zusammen mit Karl Liebknecht die Symbolfigur der Revolution geworden. So trägt auch die Demonstration, die heute an die Niederschlagung des so genannten Spartakusaufstandes im Januar 1919 erinnern soll, ihren Namen.
Aber welche Kritik an Herrschaft und Ausbeutung formulierte Luxemburg?
In welcher Beziehung zur Revolution stehen das Denken und Handeln der Sozialistin, die von sich selbst sagte, dass sie nur die “Holzstange” sei, an die die Genossen “die Fahne ihrer allgemeinen Kampfbegeisterung” hängen würden?
Was dachte Luxemburg, die nicht müde wurde, in Artikeln und Reden den Massen das Elend der herrschenden Verhältnisse aufzuzeigen und einen möglichen Weg für die Revolution zu umreißen, und gleichzeitig in einen Brief schrieb, in dem sie die “Tragik des Menschen, der der Menge predigt und fühlt, wie jedes Wort in dem selben Augenblick, wo es seinen Mund verlässt, vergröbert und erstarrt und in den Ohren der Hörer zum Zerrbild wird” thematisiert?
Wie ist also das Verhältnis von Luxemburg zu den Massen, und damit zusammenhängend: wie das von objetiver Entwicklung zum Sozialismus und der Notwendigkeit revolutionärer Tat, das von Organisation und Spontaneität in ihrem Denken zu verstehen?
Im Vortrag soll ein Einblick in die Kritik Rosa Luxemburgs an Staat und Kapital und ihre sich daraus ergebende Vorstellung von der Revolution gegeben werden.

Vortrag: Sozialismus oder nationale Befreiuung – Zur Erinnerung an die marxistische Theoretikerin Rosa Luxemburg
Mittwoch, 8. Januar 2014 | 18:00 Uhr
DGB-Büroetage, Käte-Dinnebier-Saal, Bahnhofstraße 6, 35037 Marburg
veranstaltet von SJD – Die Falken Ortsverband Marburg

Referent: Olaf Kistenmacher
Rosa Luxemburgs Analyse des Kapitalismus und des Imperialismus unterschied sich wesentlich von dem, was der Marxismus-Leninismus in den 1920er Jahren dazu zu sagen hatte. Während die Kommunistische Internationale die berühmte Parole aus dem „Kommunistischen Manifest“ zu „Pro­le­ta­ri­er aller Län­der und un­ter­drück­te Völ­ker der Welt, ver­ei­nigt euch!“ verlängerte, stand Luxemburg der „nationalen Befreiung“ skeptisch gegenüber. Für sie war der Imperialismus Folge eines strukturellen Problems kapitalistischer Gesellschaften, dem sich kein Staat entziehen könne.
Olaf Kistenmacher ist Mitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus und veröffentlicht in der „Phase 2″ und „Jungle World“.

Das Rosa&Karl-Bündnis organisiert begleitend zur Rosa&Karl-Demonstration eine Veranstaltungswoche vom 5. bis 12. Januar. Die Veranstaltungen beschäftigen sich mit den Inhalten von Rosa und Karl, ihrer Mitstreiter*innen und der Relevanz ihrer Ziele und Perspektiven für unsere Zeit. Darüber hinaus wird sich in der Veranstaltungswoche mit dem Stalinismus und dem Scheitern utopischer sozialistischer Visionen in autoritärer Staatlichkeit beschäftigt.

Samstag, 12. Januar 2013 | 12:00 Uhr bis maximal 17:00 Uhr
Workshop: Luxemburgs Kritik an Lenin
NFJ-Laden, Weichselstraße 13, Neukölln; U8 Hermannplatz; M41 Fuldastraße
veranstaltet von der Emanzipativen Antifaschistischen Gruppe (EAG) and friends

Bei diesem Workshop wollen wir zusammen Ausschnitte aus Rosa Luxemburgs „Zur russischen Revolution“ lesen und diskutieren (siehe www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1918/russrev). Im Mittelpunkt soll dabei ihre Kritik an Lenin stehen und die Frage, ob Luxemburgs Kritik ein Anknüpfungspunkt für eine emanzipatorische Gesellschaftskritik sein kann.

Vergangene Veranstaltungen:

Samstag, 5. Januar 2013 | 21.00 Uhr
Auftaktveranstaltung „Gedenken in der Krise“
ZMF; Brunnenstraße 10, 10119 Berlin-Mitte

In gemütlicher Runde möchten wir uns mit all den Fragen auseinandersetzen, die im Titel unserer Demo aufgeworfen werden: „Gedenken in der Krise“.
Wie sieht eine aktuelle antikapitalistische Politik aus? Welche Visionen teilen wir? Wie konnten die sozialistischen Kämpfe der Vergangenheit in brutalen Regimes wie denen des Stalinismus oder des Maoismus enden und warum gibt es heute noch immer Menschen die sich positiv auf Mao und Stalin beziehen? Was fangen wir an mit der LL-Demonstration und ist eine alternative Demo die richtige Antwort?
Mit:
Bini Adamzcak, Autorin von „Kommunismus. Eine kleine Geschichte wie alles anders wird.“ und „gestern morgen. über die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft“,
Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus, Veranstalter*innen der “WAS TUN MIT KOMMUNISMUS ?!” – Veranstaltungsreihe,
Christina Kaindl
, Autorin von „Transformation im Kapitalismus und darüber hinaus“ und Redakteurin der «Zeitschrift Luxemburg. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis» und
Prager Frühling, Magazin für Freiheit und Sozialismus

Samstag, 5. Januar 2013 | 23.00 Uhr
Auftaktparty“

ZMF; Brunnenstraße 10, 10119 Berlin-Mitte

Mit Kai Kani (sgz/deine lieblingsraver), Bikibiki (love techno – hate germany), Reducation, tba.

Sonntag, 6. Januar 2013 | 14.00 – 18:00 Uhr
Workshop: Brot und Rosen – Von der Sozialistischen Frauenbewegung

NFJ-Laden, Weichselstraße 13, Neukölln; U8 Hermannplatz; M41 Fuldastraße
veranstaltet von der Gruppe [‘cosmonautilus]

4 Tage nach dem Mord an Rosa Luxemburg konnten Frauen zum ersten Mal auf nationaler Ebene wählen – ein lang erkämpfter Erfolg der Frauenbewegung.
Neben demokratischen Rechten forderte die sozialistischen Frauenbewegung ein gerechtes Einkommen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. In dem Workshop wollen wir uns mit Sozialistinnen, wie Clara Zetkin und Johanna Loewenherz, ihrem Kampf um eine (geschlechter)gerechtere Gesellschaft und ihr Rolle in der sozialistischen Bewegung beschäftigen.

Montag, 7. Januar 2013 | 19:00 Uhr
Rosa & Luise
Luise und Karl Kautsky – Haus, Saarstraße 14, Schöneberg
veranstaltet von SJD – Die Falken

Rosa Luxemburg und Luise Kautsky haben sich in ihrer Zeit kritisch mit der Rolle von Frauen beschäftigt. Ihr emanzipatorischer Ansatz ist auch heute noch wegweisend! Gemeinsam wollen wir auf Grundlage ihrer Analysen auch unsere aktuellen gesellschaftlichen Zusammenhänge kritisch hinterfragen.

Dienstag, 8. Januar 2013 | 19:00 Uhr
Jede Schlacht die wir verlieren bedeutet unseren nächsten Sieg?
Villa der Freundschaft, Nordbahnstraße 14, Wedding; S-Bhf. Wollankstraße
veranstaltet von SJD – Die Falken Nordberlin und Linksjugend [’solid] Nordberlin

Der Kampf um eine andere, eine herrschaftsfreie Gesellschaft, hat bisher nur die Gestalt der Herrschaft verändert, sie jedoch nie abgeschafft. Aus dieser Perspektive erscheint die Geschichte als eine Geschichte der Niederlagen. Es stellt sich die Frage, in welcher Form linke Geschichte geschrieben oder erzählt werden kann und sollte und welche Rolle diese Erzählungen für unsere politische Praxis spielen.

Mittwoch, 9. Januar 2013 | 20:00 Uhr
Antisemitismus in der DDR und die Verfolgung jüdischer Kommunist*innen
NFJ-Laden, Weichselstraße 13, Neukölln; U8 Hermannplatz; M41 Fuldastraße
veranstaltet vom Arbeitskreis der Naturfreundejugend: Stalin hat uns das Herz gebrochen

Kommunist*innen, auch jüdische Kommunist*innen, die sich auf der Flucht vor den Nazis im Exil aufgehalten hatten, remigrierten nach dem Zweiten Weltkrieg in die DDR. Sie hatten den Traum, mit der DDR einen sozialistischen Staat und eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen, in der es keine Unterdrückung, keine faschistischen Ideologien und damit auch keinen Antisemitismus mehr geben sollte. Zur gleichen Zeit fanden in der Sowjetunion und Osteuropa unter Stalin und im Rahmen seiner Machtkonsolidierung eine Reihe von Prozessen mit antisemitischer Rhetorik und Praxis statt. Die Verdächtigungen, Verhaftungen und Verurteilungen gegen angebliche Spitzel, „Kosmopoliten“ und „Diversanten“ erreichte Anfang der 1950er Jahre nach einer Reihe von Schauprozessen in Osteuropa auch die DDR. Wie konnte in dem sich als antifaschistisch verstehenden Staat Antisemitismus entstehen?

Donnerstag, 10. Januar 2013 | 20:00 Uhr
Gespräch: RiseUp! – Die europäische Perspektive der Krise
Schloss19, Schlossstraße 19, Charlottenburg
veranstaltet von SJD – Die Falken und Jusos

Im Zuge der Krise werden die Mitgliedsstaaten der EU im Namen angeblicher Sachzwänge mehr und mehr in unkontrollierte und unkontrollierbare „technokratische“ Regierungen transformiert. Eine emanzipatorische Antwort hierauf zu finden darf nicht in den engen Grenzen von Nationalstaaten geschehen, sondern bedarf eine internationalen Perspektive. Wie diese aussehen kann werden wir gemeinsam diskutieren.

Freitag, 11. Januar 2013 | 19:00 Uhr
Die Geschichte der jüdischen ArbeiterInnenbewegung in Europa
Schloss19, Schlossstraße 19, Charlottenburg
veranstaltet von Haschomer Hatzair

Gemeinsam wollen wir uns im Rahmen der Veranstaltung mit der oft vergessenen jüdischen ArbeiterInnenbewegung, vorranging in Osteuropa beschäftigen. 1897 wurde im damals zum russischen Zarenreich gehörenden Polen und Litauen der Allgemeine jüdische Arbeiterbund (kurz Bund) gegründet. Der Bund war die erste jüdische ArbeiterInnenbewegung, mit einer marxistische Weltanschauung. Ab 1898 war der Bund auch im östlichen Teil des damligen Deutschen Reiches aktiv. Der Bund setzte sich für die kulturelle und politische Selbstbestimmung von jüdischen Arbeiterinnen und Arbeitern ein und kämpfte für eine Autonomie der Juden in Osteuropa. 1912 wurde in Deutschland der Jüdische Wanderbund „Blau-Weiß“ gegründet, eine zionistisch, sozialistischer Pfadfinderbund, aus dem unter anderem der Schomer Hatzair Deutschland entstand.

Was waren die Herausforderungen für eine jüdisch-sozialistische und zionistische Bewegung? Wie verhielten sich jüdische SozialistInnen zur Revolution in Russland und welche Rolle spielte die weltweit entstehende zionistische Bewegung? Mitglieder von Haschomer Hatzair kämpften aktiv gegen die Nazis während der Shoah, die Ghettoaufstände von Wilna und Warschau wurden von Mitgliedern des Schomer getragen und die jüdische ArbeiterInnenbewegung spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung des Staates Israel.