Veranstaltungs – Mitschnitte

Wie haben die beiden Veranstaltungen Volin „Die un­be­kann­te Re­vo­lu­ti­on“, sowie „… dass jeder Satz nicht nur sprach, son­dern wie ein Schuss traf.“ (Sta­lin über Lenin) – Zur Kri­tik Le­n­ins aufgezeichnet und bieten sie hier zum Anhören an. Wer also keine Zeit oder Gelegenheit hatte unsere Veranstaltungswoche zu besuchen, kann dies jetzt noch nachholen.

Buch­vor­stel­lung: Volin „Die un­be­kann­te Re­vo­lu­ti­on“

Als 1974 end­lich eine deut­sche Aus­ga­be von Vo­lins Ver­mächt­nis Die un­be­kann­te Re­vo­lu­ti­on er­schien, wurde dies durch die Laut­spre­cher der Zeit über­tönt. Für die gro­ßen po­li­ti­schen Strö­mun­gen des lin­ken An­ti­ka­pi­ta­lis­mus stand da­mals außer Zwei­fel, dass der zu­künf­ti­ge So­zia­lis­mus nur in der Nach­fol­ge der Bol­sche­wi­ki sie­gen könne. Doch spä­tes­tens mit der Im­plo­si­on der So­wjet­uni­on und der Auf­lö­sung bzw. Mar­gi­na­li­sie­rung der an die­sem Mo­dell ori­en­tier­ten Par­tei­en sind diese Ge­wiss­hei­ten er­schüt­tert. Um die Ur­sa­chen des letzt­lich ge­schei­ter­ten bol­sche­wis­ti­schen Re­vo­lu­ti­ons­kon­zepts zu be­grei­fen, ist Vo­lins Zeit­zeug­nis immer noch eine un­ver­zicht­ba­re Quel­le. Der rus­si­sche Re­vo­lu­tio­när und An­ar­chist ana­ly­siert hier die Vor­ge­schich­te und den Ab­lauf der Ok­to­ber­re­vo­lu­ti­on, zer­pflückt mit Hilfe von Do­ku­men­ten ver­brei­te­te Lügen über den Auf­stand von Kron­stadt und er­öff­net den Blick für die kaum be­kann­ten Bau­ern­kämp­fe in der Ukrai­ne. Seine Ana­ly­se er­öff­net einen Zu­gang zur so­zia­len Re­vo­lu­ti­on aus dem „Ge­dächt­nis der Be­sieg­ten“ und macht be­greif­bar, warum der Bol­sche­wis­mus selbst, und nicht erst seine sta­li­nis­ti­schen Ex­zes­se, zum Pro­blem der so­zia­len Eman­zi­pa­ti­ons­be­we­gun­gen Russ­lands und der Ukrai­ne wurde. Buch­vor­stel­lung und Dis­kus­si­on mit Jo­chen Ges­ter vom Ver­lag „Die Buch­ma­che­rei“

Vor­trag: „… dass jeder Satz nicht nur sprach, son­dern wie ein Schuss traf.“ (Sta­lin über Lenin) – Zur Kri­tik Le­n­ins
ver­an­stal­tet von Links­ju­gend [’solid] Ber­lin

Vor­trag von Raban Witt.
So lange die Linke ihr le­ni­nis­ti­sches Erbe nicht auf­ar­bei­tet, wird sie ihm ver­haf­tet blei­ben. Damit läuft sie Ge­fahr, auch künf­ti­ge Be­frei­ungs­ver­su­che in der Ka­ta­stro­phe enden zu las­sen, die sich ein­mal „real exis­tie­ren­der So­zia­lis­mus“ nann­te. Der Vor­trag soll zur Selbst­re­fle­xi­on der Lin­ken bei­tra­gen, indem er Le­n­ins Den­ken in sei­ner Grund­struk­tur dar­stellt und kri­ti­siert. Es soll ge­zeigt wer­den, wes­halb seine Schrif­ten ihre Ge­gen­stän­de theo­re­tisch ver­feh­len und eine fa­ta­le Pra­xis na­he­le­gen, die den Ter­ror gegen (ver­meint­lich) Ab­wei­chen­de ein­schließt.

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